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Im Herbst 1980, zu einer Zeit, als die Volksmusik in den Medien noch nicht den heutigen Stellenwert besaß, gründete Hermann Hilderink eine Musikgruppe mit dem Ziel, durch den Oberkrainer-Sound allen Freunden volkstümlicher Blasmusik in Norddeutschland ein alternatives Programm zu bieten.
Das Gründungssextett gab sich den Namen VECHTEKRAINER um den Heimatort Nordhorn, am Fluß "Vechte" gelegen, in der Region auch als "Stadt im Grünen" bekannt, mit der gewählten Musikrichtung zu verbinden. Die Gruppe war bald im Raum Grafschaft Bentheim einem größeren Publikum bekannt.
Ein erstes Angebot an Musikfreunde waren die "Muttertagsständchen". Die Volksmusikanten von der Vechte hatten die Ladefläche eines LKW zur Bühne umfunktioniert und waren innerhalb der Stadt Nordhorn mit Notstromaggregat und Soundanlage auf Einladung für Mütter unterwegs. Diese Idee der Vechtekrainer wurde in Nordhorn mit großem Interesse verfolgt.
Im März 1982 stellten sich die VECHTEKRAINER dann erstmals als Veranstalter mit einem eigenen volkstümlichen Konzert vor. Heute ist diese traditionelle Konzertreihe, das MUSIKANTEN-KARUSSELL, eine fester Bestandteil im Nordhorner Kulturangebot und bei Volksmusikfreunden sehr beliebt.
Durch Mitwirkung in diversen Rundfunksendungen wie NDR II Plattenkiste mit Carlo von Thiedemann, Live-Auftritte in bekannten Sendereihen wie "Stadtbummel" der Deutschen Welle, "Blick ins Land" und "Musik handgemacht" bei Radio Niedersachsen, dem "Kaffeekonzert" bei Radio Oost in Hengelo (NL), einem Auftritt beim Deutschen Schützentag 1986 in Osnabrück und einem Kurzauftritt im WDR-Regionalfernsehen wurden die VECHTEKRAINER auch überregional bekannt.
Gemeinsam standen die Vechtekrainer mit bekannten Künstlern, u.a. mit den Kirmesmusikanten, Takeo Ischi, Billy Mo und den Geschwister Leismann auf der Konzertbühne. Ein großes Lob kam von den "Jungen Zillertalern", die Musik-Kollegen waren überrascht und begeistert, richtigen Oberkrainersound hatten Sie im hohen Norden nicht erwartet...
Internationale Erfahrungen und Kontakte sammelte das Sextett durch eine Konzerttournee im östlichen Inntal (Tirol) und durch vielfache Verpflichtungen in den Niederlanden.

Die Vechtekrainer pflegen seit Anfang der 80er Jahren mit niederländischen Blasmusikorchester eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und einen regen Austausch. Seit Jahren stehen in den Reihen der Grafschafter Gruppe Musiker aus dem Großraum Almelo (NL).
Mehrfach waren die Vechtekrainer beim "Poas Bloas Festival" in de Lutte, beim "Volksdansfestival" in Heijen, in Raum Westfriesland und häufig und regelmäßig in der Grenzregion im Großraum Almelo, Hengelo, Oldenzaal und Enschede bei Veranstaltungen zu hören.
Im Jahre 1988 begründeten die Vechtekrainer zusammen mit einem hiesigen Zeltunternehmer und Veranstalter erstmals den Nordhorner Oktober mit einem zweitägigen gut besuchten Blasmusikfestival. Diese Veranstaltung geniest heute in der Region eine hohe Beliebtheit.
Blasmusik der unterschiedlichsten Stilrichtungen erklang anläßlich des 10 jährigen Bestehens der Vechtekrainer im Festzelt. Unter großer Beteiligung in der Bevölkerung feierten die Vechtekrainer Ihr "kleines" Jubiläum.
In den 90er Jahren führte die mit Sängerin verstärkte Formation aus der Vechteregion ihre Auftritte für Volksmusikfreunde fort. Die "Oberkrainer" waren bei Kur- und Stadtpark-Konzerte, Garten-, Volks- und Schützenfeste, Frühschoppen, Altstadt- und Biervergnügen, Vereins- und Firmenjubiläen, kurzum bei Festlichkeiten aller Art im gesamten norddeutschen Raum und in den Niederlanden regelmäßig zu hören.
Im Jahre 2000 beendeten die Vechtekrainer mit einem Abschiedskonzert Ihre Auftrittstätigkeit. Die Gruppenmitglieder gingen eigene Wege, einige beendeten Ihr musikalische Tätigkeit oder pausierten... doch die gewachsene Freundschaft blieb bestehen, der Kontakt riß nicht ab...
...bis zum Jahre 2005... nach anfänglichen lockeren Gesprächen fiel der Satz: "wir könnten doch wieder".... und so bildete sich eine neue volkstümliche Formation - unter dem alten Namen:
Gleich zwei wesentliche "Oberkrainer Instrumente" mußten die Grafschafter
ersetzen. Nach längerem Suchen wurden der Akkordeonist Clement (Klemens) aus
Rheine und der Klarinettist Dschosch (George) aus Almelo in die Gruppe
integriert. Zwei erfahrene Musiker ergänzten die bisherige Formation.
Bereits 2006 konnten die Vechtekrainer mit Ihrem 18. Musikanten-Karussell in den Räumen des Hotel Restaurant Rammelkamp in Nordhorn solistisch Ihr Können unter Beweis stellen. Vor ausverkauften Haus startete eine erfolgreiche Auftrittserie. Die frühere Konzerttätigkeit konnte fortgesetzt werden
Da der Konzert- und Theatersaal der Start Nordhorn im Jahre 2007 aus terminlichen Gründen nicht zur Verfügung stand, präsentierten die Volksmusikanten das "19. te Karussell" im Kurhaus Bad Bentheim. Vor ausverkauften Haus wurde die erfolgreiche Tradition der volkstümlichen Konzerte gefestigt.
Seit längerem zeichnete sich bei Gerard eine schwere Krankheit ab. Zum Jahresende 2007 wurde immer klarer, Auftritte können im gewachsenen Freundeskreis der Musikanten nicht mehr sicher terminiert werden. Der langjährige Baritonist erkrankte schwer und steht seither auf der Bühne nicht mehr zur Verfügung. George sah für sich keine Perspektive und schied aus der Gruppe wieder aus...
Diese Situation war für die Gruppe nicht neu - zwei Musikanten mußten auch 2008 ersetzt werden - der Zufall spielte mit:... Klemens und Hermann fanden im Oktober 2008 innerhalb einer Woche zwei neue Top-Musikanten: Hennie mit Klarinette und Altsaxofon aus Nordhorn und Matthias mit Bariton, Posaune und E-Bass in Alstätte....
Langfristig war eine Weihnachtskonzert im Advent 2008 geplant. Das erste Konzert der Gruppe nach der Neuformierung wurde sofort in die Tat umgesetzt. Am 07. Dezember starteten die neuformierten Vechtekrainer in der Alten Kirche am Markt in Nordhorn vor vollem Haus und begeisterten Zuhörer.
Mit dem 20.ten Musikanten-Karussell am 15. März 2009 dürfen die Vechtekrainer im Konzert- und Theatersaal der Stadt Nordhorn ein kleines und stolzes "Jubiläum" feiern.